JUAN MANUEL JIMÉNEZ ÁVILA

1. Einführung

Der Betrieb hat sich vom ursprünglichen Anbau mehrerer (Feld-) Früchte nun ausschließlich auf den Olivenanbau spezialisiert. Juan Manuel versucht dabei das Image des Betriebs in der Gesellschaft zu erhalten. Das hat ihn auch dazu bewegt, gemeinsam mit seinen Brüdern den Betrieb zu übernehmen, den Prozess der Betriebsveränderung weiterzuführen, den Betrieb aufzuwerten und ihn zu erweitern, um ihn lebensfähig zu machen.

2. Betriebsleiter-Profil

Name Juan Manuel Jiménez Ávila
Alter 38
Geschlecht Männlich
Ausbildung Hochschulbildung in Geisteswissenschaften und Lehre, PhD in Ökosystemanalyse und Management. Start-up-Kurse für Junglandwirte.
Familienstand Verheiratet
Eingetragener Lebenspartner 4 Monate

3. Betriebsprofil

Adresse Villargordo, Jaén
Betriebsfläche 20 ha
Seit wann ist der Betrieb in Familienbesitz? Mindestens seit den Großeltern
Zahl der Mitarbeiter (Familienangehörige) 0 (Vollzeit) 5 (Teilzeit)
Zahl der Mitarbeiter (Andere Mitarbeiter) 0 (Vollzeit) 0 (Teilzeit)

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS VOR DER ÜBERGABEN

Vor der Übergabe hat der Betrieb seinen Großeltern gehört. Seine Eltern haben den Betrieb dann auf die heutige Ausrichtung mit Spezialisierung auf Olivenanbau umgestellt. Über die Jahre wurde der Betrieb dann modernisiert und eine Bewässerung eingebaut. Die Maschinen werden mit Verwandten geteilt, wodurch ein mittlerer Mechanisierungsgrad erreicht wird. Vermarktet werden die Oliven über eine Genossenschaft.

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS NACH DER ÜBERGABE

Nach der Übergabe wurde der Betrieb modernisiert, neue Maschinen angeschafft und an aktuelle Technologien und Regularien angepasst. Die Produktion wird nach den Vorgaben der „Integrierten Produktion“ durchgeführt, um Produktqualität, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die Verwaltung des Betriebs wurde an rechtliche Vorgaben angepasst und es wurden moderne Informationsverarbeitungsprogramme eingesetzt. Daraus resultiert nun eine effizientere Ressourcennutzung in finanzieller Hinsicht, aber auch im Hinblick auf Pflanzenschutzmittel und andere Betriebsmittel.

4. Übergabe-prozess

Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder schon früh in den Betrieb einbinden. Es ist ein Prozess in dem die Kinder lernen was es bedeutet mit dem Land verbunden zu sein, das die Familie besitzt. Der Respekt vor diesem Erbe führt dann dazu, den Betrieb weiterzuführen. Trotz dem Umstand, dass alle Brüder studierten, haben sie weiterhin auf dem Betrieb mitgeholfen. Wenn ein Betrieb lebensfähig ist und es eine gewisse Verbundenheit zum Betrieb gibt, dann muss die Übergabe stattfinden. Der Anstoß für die Übergabe kam von Juan Manuel und seinen Brüdern, die jeweils einen Teil des Betriebs gepachtet haben. Die Eltern haben sie dann bei der Übergabe unterstützt und jedem einen Teil des Betriebs übereignet, damit sie selbständige Unternehmer werden können. Später hat Juan Manuel dann weiteres Land erworben, um eine ausreichende Deckung der Ausgaben zu erreichen. Der Übergabeprozess war dann für alle Parteien sehr zufriedenstellend, weil sie über den gesamten Prozess gute Kompromisse und Abmachungen treffen konnten.

Probleme und Herausforderungen

Es ist wichtig die Landwirtschaft gut zu verkaufen, da sie nicht denselben positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat wie andere Aktivitäten. Das kann andere Berufe attraktiver erscheinen lassen.

Es besteht die Gefahr, dass die Hofübergabe übereilt gemacht wird. Um jedoch langfristig eine lebensfähige Situation zu schaffen, muss bereits im Voraus innerhalb der Familie ein guter gemeinsamer Kompromiss geschaffen werden.

Bei der Übergabe als Schenkung zu Lebzeiten muss beachtet werden, dass der Betrieb noch immer im Besitz des Übergebenden ist. Dieser sollte also in die Entscheidungsfindung einbezogen werden und trotzdem eine gewisse Unabhängigkeit von dessen Meinung beibehalten werden.

Durch Bürokratie gibt es immer wieder neue Herausforderungen bei der Übergabe – aber auch im laufenden Betrieb.

Hohe Fixkosten bedingen das Wachstum des Betriebs um ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften, mit dem alle Kosten gedeckt werden können. Abhilfe können hier Förderungen oder Subventionen schaffen.

Wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen

Innerhalb der Familie zu einer Einigung finden. 

Das Vermeiden von Investitionen die die Bedürfnisse des Betriebs übersteigen und die Profitabilität gefährden. 

Erfahrungen beim Umgang mit der Bürokratie und den verschiedenen Vorgaben.

Fundierte Ausbildung und Wissen in den jeweils relevanten Themenfeldern – praktisch und theoretisch.

Grundlage für Zufriedenheit bei der eigenen Arbeit ist, dass man sie gerne tut und sich dabei wohlfühlt. Auch ein gewisser Stolz kann eine Rolle spielen, wenn man das Familienunternehmen weiterführt. Man sollte dabei auf den Rat des Übergebers und der Familie hören. Wo man selbst nicht weiter weiß oder sich unsicher ist, sollte man Beratung in Anspruch nehmen. In der Landwirtschaft muss man ausdauernd sein und von den vorangehenden Generationen lernen. 

JUAN MANUEL JIMÉNEZ ÁVILA

5. Überlegungen, Fähigkeiten, Kompetenzen die für den Übergabeprozess wichtig sind, sowie Fragen und Reflektion

OBEN