1. Einführung

Der Betrieb besteht hauptsächlich aus einem Bauernhaus, das von Olivenbäumen umgeben ist. In den 90er Jahren wurde der Betrieb bis zum Pollino-Nationalpark und dem Raganello-Fluss erweitert. Dann wurde mit Agrartourismus begonnen, der mit dem Öko-Tourismus im naheliegenden Nationalpark kombiniert wurde. So konnte das Einkommen durch den Verkauf von nativem Olivenöl verbessert werden – was das Hauptprodukt des Betriebes darstellt. Maria hat den Betrieb von ihrer Mutter übernommen. Neben dem Olivenöl wird auch Käse, selbstgebackenes Brot aus Weizen, Nudeln aus Durum-Weizen und Marmelade aus Beeren verkauft.

2. Betriebsleiter-Profil

Name Maria Pirrone
Alter 39
Geschlecht Weiblich
Ausbildung Bachelor Agrarwissenschaften
Familienstand Single
Eingetragener Lebenspartner -

3. Betriebsprofil

Adresse Civita (Cosenza), Calabrien, Italien
Betriebsfläche 23 ha
Seit wann ist der Betrieb in Familienbesitz? Seit mehr als 100 Jahren
Zahl der Mitarbeiter (Familienangehörige) 2 (Vollzeit) 2 (Teilzeit)
Zahl der Mitarbeiter (Andere Mitarbeiter) 2 (Vollzeit) 2 (Teilzeit)

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS VOR DER ÜBERGABEN

Vor der Übergabe wurde hauptsächlich natives Olivenöl und Käse verkauft.

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS NACH DER ÜBERGABE

Nach der Übergabe waren die größten Veränderungen die folgenden: 1. Die Qualität des Olivenöls wurde verbessert. 2. Verbesserung der Milch-Wertschöpfungskette mit traditionellen Käseprodukten 3. Brombeer-Anbau Das hatte auch positive Auswirkungen auf den Agrartourismus und machte den Betrieb für Schulen attraktiv. Olivenöl, selbstgemachte Käse, Nudeln Brot und Marmelade sind die Hauptprodukte des Betriebs und sehr beliebt. Die Zertifizierung als biologischer Betrieb war ein weiterer Schritt zu einer klaren Ausrichtung auf natürliche Lebensmittel.

4. Übergabe-prozess

Maria hatte die klare Vision, dass Landwirtschaft ihre Zukunft ist und sie die Familientradition weiterführen möchte. Einige innovative Ideen wurden mit der Mutter besprochen, die – als Maria alt genug war – beschlossen hat, in den Ruhestand zu gehen. So konnte die Hofübergabe ohne Probleme vonstattengehen.

Probleme und Herausforderungen

Die größte Herausforderung lag in der Bürokratie, die die Betriebsumstellung mit sich brachte.

Schwierig war es auch, die vielen Regularien für die neuen Maschinen, Gebäude und den Agrartourismus zu erfüllen. 

Auch die Zertifizierung als biologischer Betrieb war nicht ganz einfach.

Wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen

Den Plan für ländliche Entwicklung und dessen Kriterien gut verstehen, um öffentliche Förderungen erhalten zu können.

Kommunikationsfähigkeit mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen, da man hier hilfreiche Informationen erhalten kann.

Einen guten Business-Plan erstellen können, um Förderungen auf regionaler/nationaler oder sogar von EU-Ebene erhalten zu können. Auch für Bankdarlehen ist dies wichtig.

Technische Fähigkeiten im Umgang mit Landwirtschaft, Nahrungsmitteln und Serviceangeboten sind sehr wichtig, um konkurrenzfähig zu sein und den Kunden Produkte von hoher Qualität anbieten zu können.

Eine klare Vision für nachhaltiges Wirtschaften.

 

Es ist wichtig, sich einen genauen Plan, basierend auf der eigenen Vision zu erstellen – auch wenn dieser nicht ganz erfüllt werden wird. Nach 7 Jahren als Betriebsleiterin hat Maria noch immer nicht alles umgesetzt, wovon sie geträumt hat, aber es ist ja auch noch nicht zu spät. Nebenbei engagiert sie sich als Präsidentin der nationalen Gemeinschaft junger Landwirte (AGIA), um ihre Erfahrungen weiterzugeben und zusammen mit anderen Landwirten voranzukommen. 

MARIA PIRRONE

5. Überlegungen, Fähigkeiten, Kompetenzen die für den Übergabeprozess wichtig sind, sowie Fragen und Reflektion

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