1. Einführung

Francia Stefano bewirtschaftet auf seinem Betrieb 37 ha. Neben Äpfel und Birnen werden auch saisonal wachsende Gemüsesorten und Getreide angepflanzt. Francia Stefano ist der Übernehmer und bewirtschaftet den Betrieb, den er von 6 auf 37 ha ausgeweitet hat. Entsprechend musste er neue Maschinen und Ausrüstung kaufen. Ein weiterer wachsender Betriebsbereich ist die Mangold- und Rübensaatgut-Vermehrung, die er für die „Cooperativa agricola cesenate“ betreibt. Mit 18 Jahren hat Francia Stefano begonnen auf dem Betrieb seines Vaters zu arbeiten. Zwischen seinem 21. und 23. Lebensjahr wurde dann der Übergabe-Prozess durchgeführt. Nebenbei ist er Vize-Präsident der „Landwirtschaftsgenossenschaft der Toskana (CIA)“ und Präsident der „Condifesa“, einem Versicherungsunternehmen das im Wert von 260 Millionen € versichert.

2. Betriebsleiter-Profil

Name Stefano Francia
Alter 27
Geschlecht Männlich
Ausbildung Hochschule
Familienstand Single
Eingetragener Lebenspartner -

3. Betriebsprofil

Adresse Via Budria 9, Ducenta (Ravenna), Emilia-Romagna (Italien)
Betriebsfläche 37 ha
Seit wann ist der Betrieb in Familienbesitz? Seit 12 Jahren
Zahl der Mitarbeiter (Familienangehörige) 2 (Vollzeit) 0 (Teilzeit)
Zahl der Mitarbeiter (Andere Mitarbeiter) 0 (Vollzeit) 4 (Teilzeit)

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS VOR DER ÜBERGABEN

Der Übergeber hat den Betrieb im Jahr 2000 gekauft. Von Anfang an wurde auf 6 ha Gemüsebau betrieben. Dann wurde entschieden, den Betrieb auf 37 ha auszuweiten. Nachdem dann die erste Rate der Förderung eingegangen ist, begannen Stefano und sein Vater mit der Optimierung des Betriebs. Auch sollte der Betrieb durch Obst- und Getreideanbau diversifiziert werden um erfolgreiche Landwirtschaft zu ermöglichen. Wichtig war darüber hinaus auch die Saatgutvermehrung für die Industrie (Mangold und Rüben).

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS NACH DER ÜBERGABE

Nach der Übergabe des Betriebs wurde dieser im Rahmen der Vergrößerung immer weiter modernisiert und neue Maschinen angeschafft, wozu auch eine moderne Bewässerungsanlage zählt.

 

 

 

 

 

4. Übergabe-prozess

Die Idee für die Hof-Übergabe kam vom Übernehmer, der zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt war. Da der Vater mit der Übergabe des Betriebs einverstanden war und die Pläne seines Sohnes vollumfänglich unterstützte, konnte der Prozess innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.

Probleme und Herausforderungen

Da alle Beteiligten mit der Übergabe einverstanden waren, war die Übergabe an sich sehr unproblematisch.

Die größte Herausforderung war jedoch die Vergrößerung des Betriebs und die damit verbundenen Investitionen.

Strategisch war es wichtig, den Betrieb zu diversifizieren und mehrere Produkte anzubieten – um im Zusammenhang mit der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft auch eine Verbesserung des Images zu erreichen.

Um Nachhaltigkeit und Qualität zu gewährleisten war es wichtig den Betrieb zu rationalisieren.

Im Bereich der Saatgutvermehrung war es herausfordernd die Anforderungen der Industrie zu erfüllen.

Wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen

Optimierung und Verbesserung des Business-Plans mit Hilfe des Bauernverbands.

Kompetenzen beim Erstellen des Business-Plans um einen modernen und gut ausbalancierten Betrieb zu schaffen. 

Fundiertes Wissen im Hinblick auf die angebauten Kulturen. 

Offenheit für Austausch – bspw. in Interessengruppen..

 

"Um das beste Ergebnis zu erreichen muss man groß denken und andere Unternehmer mit einbeziehen."

STEFANO FRANCIA

5. Überlegungen, Fähigkeiten, Kompetenzen die für den Übergabeprozess wichtig sind, sowie Fragen und Reflektion

OBEN