RAFAEL LINARES ROJAS

1. Einführung

Der Betrieb hat 103 Hektar Olivenbäume und 7 Hektar Getreide. Vor der Übergabe des Betriebs hat Rafaél den Betrieb bereits seit 10 Jahren verwaltet. Dann hat seine Mutter den Betrieb an ihn überschrieben, damit er jetzt auch auf dem Papier der Betriebsleiter ist. Sein Betrieb ist ein Beispiel für effiziente Ressourcennutzung und Profitabilität mit rationellen und technischen Möglichkeiten.

2. Betriebsleiter-Profil

Name Rafael Linares Rojas
Alter 51
Geschlecht Männlich
Ausbildung Rafaél ist Biologe an der Universität von Granada, wo er im Schaderreger-Management arbeitet. Er ist Experte für hochwertige Olivenöle und hat verschiedenste Kurse absolviert: Management, Bodenmanagement, Schneidetechniken, Pflanzenernährung, Schädlinge und Krankheiten, Marketing usw.
Familienstand Verheiratet
Eingetragener Lebenspartner 19; 17.

3. Betriebsprofil

Adresse Baños de la Encina, Jaén
Betriebsfläche 110 ha
Seit wann ist der Betrieb in Familienbesitz? Seit 1939
Zahl der Mitarbeiter (Familienangehörige) 1 (Vollzeit) 12 (Teilzeit)
Zahl der Mitarbeiter (Andere Mitarbeiter) 0 (Vollzeit) 1 (Teilzeit)

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS VOR DER ÜBERGABEN

Ursprünglich war der Betrieb auf 7 Eigentümer aufgeteilt und die Gebäude etwas heruntergekommen. Da die Pflanzenschutzmaßnahmen nach dem Kalender durchgeführt wurden und nicht nach Bedarf bzw. Wirksamkeit, waren dir Kulturen in keinem guten Zustand. Auch wurden die Bäume falsch geschnitten, was sich auf die Blüten ausgewirkt hat.

BESCHREIBUNG DES BETRIEBS NACH DER ÜBERGABE

Viele der Verbesserungen resultieren aus den Erfahrungen, die Rafaél beim Amt für Ölkontrolle sammeln konnte – einem Amt, das die Qualität der Öle in der Region kontrolliert. Die ersten Veränderungen waren die technische Schaderreger-Kontrolle und die pfluglose Bodenbearbeitung, was einen der größten Kostenfaktoren reduziert hat. Zusammen mit anderen Landwirten hat er dann einen Maschinenring gegründet, was es ihnen erlaubt hat wichtige Mechanisierungen zu realisieren. Das wichtigste war dabei genau zu wissen, wann welche Arbeit erledigt werden muss. Unter seiner Leitung hat sich der Ertrag so um das Dreifache erhöht. Die zukünftige Herausforderung liegt nun darin, das Marketing auszubauen und das qualitative Produkt das sie erzeugen, mit entsprechendem Zusatznutzen zu verkaufen.

4. Übergabe-prozess

Der Betrieb hat seiner Mutter gehört, als er begann diesen zu führen. Nebenbei arbeitete er im Amt für Ölkontrolle. In dieser Zeit begann er auch bereits gewisse Veränderungen im Betrieb anzustoßen. Seine erste Amtshandlung war dann die verantwortliche Person zu kündigen, da sie gegen die Einführung neuer Techniken war. Weitere Verbesserungen wurden dann Schritt für Schritt umgesetzt. Er erhöhte dann sein Engagement für den Betrieb, was sich in besseren Pflanzen und höheren Ernten zeigte. Seine Mutter übertrug ihm dann die gesamte Entscheidungsgewalt. Nach einigen Jahren wurde dann entschieden eine offizielle Hofübergabe zu vollziehen, und ihn vom Manager zum Eigentümer zu machen. Dieser Schritt wurde in der Familie bereits erwartet. Da die anderen Familienmitglieder nichts mit der Landwirtschaft zu tun haben und das Engagement kennen, das er in den Betrieb gesteckt hat, gab es keinerlei Probleme bei der Übergabe und alle waren sehr zufrieden.

Probleme und Herausforderungen

In diesem Sektor ist es schwierig Innovationen zu etablieren, da bei vielen Landwirten eine gewisse Aversion gegenüber Veränderungen zu finden ist. Viele Landwirte denken noch an das was ihre Großeltern gemacht haben – nicht jedoch an das was ihre Kinder tun werden. In diesem Sinne ist es also positiv zu werten, dass neue Ideen in die Branche kommen.

Da hochqualitatives Olivenöl mit entsprechendem Minderertrag einhergeht muss über Marketing ein höherer Betrag pro Liter erwirtschaftet werden und die gesamte Wertschöpfungskette ausgenutzt werden.

Krankheiten und Schädlinge sind ein großes Risiko, wenn man dauerhaft eine gewisse Profitabilität, Qualität und Produktivität aufrechterhalten möchte.

Eine weitere Herausforderung ist die Mechanisierung. Unterschiedliche Gegebenheiten erfordern eigentlich auch entsprechende Maschinen – hier ist es wichtig nicht mehr Dinge zu kaufen als unbedingt notwendig.

Wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen

Pflanzengesundheit als Grundlage für Krankheits- und Schaderregerkontrolle.

Um Produkte mit hoher Qualität zu erreichen, müssen gewisse Anpassungen durchgeführt werden.

Management-Fähigkeiten, Fördermaßnahmen, Regularien…

Teamwork.

Die Fähigkeit innovativ zu sein und sich von Mitbewerbern zu unterscheiden.

 

 

“Gute Ausbildung, Hingabe, Interesse und der Wunsch etwas zu erreichen. Setzen Sie Ihr Wissen und was Sie in die Praxis gelernt haben um. Wenn Sie an Ihr Projekt glauben, dann bleiben Sie am Ball. Machen Sie die Dinge zur richtigen Zeit und nutzen Sie, was notwendig ist. Beziehen Sie Fachleute oder erfahrenen Personen mit ein.” 

RAFAEL LINARES ROJAS

5. Überlegungen, Fähigkeiten, Kompetenzen die für den Übergabeprozess wichtig sind, sowie Fragen und Reflektion

OBEN